Aus dem Rathaus: Weißenbrunner Vereine wollen stärker kooperieren // Weihnachtsmarkt am 1. Adventssonntag

27.11.2017

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
verehrte Leserinnen und Leser unseres Mitteilungsblattes!

Weihnachtsmarkt

Der erste Advent naht mit großen Schritten! Und wie immer wird unser Weißenbrunner Weihnachtsmarkt im Paradies am ersten Advent ab 13.00 Uhr stattfinden. Neben den Fieranten auf dem Paradiesplatz gibt es natürlich auch wieder einen Spielzeugbasar von 12.00 – 14.00 Uhr in der Leßbachtalhalle und ein kleines Programm. Ich würde mich freuen, Sie auf unseren Weihnachtsmarkt zu sehen.

Programm:

13.00 Uhr: Eröffnung durch den Ersten Bürgermeister und den Engeln mit musikalischer Umrahmung durch den Posaunenchor Hummendorf und den Kindern der Grundschule Weißenbrunn

15.00 Uhr: Lieder im Advent mit dem Männerchor des Gesangvereins Weißenbrunn

16.00 Uhr: Weihnachtliches mit dem Musikverein Weißenbrunn

16.55 Uhr: Die Kinder der KiTa "Pusteblume" Weißenbrunn wünschen sich mit einem Gedicht den Nikolaus herbei

17.00 Uhr: Der Nikolaus besucht uns


Weißenbrunner Vereine wollen stärker kooperieren

Beim Treffen der Vereinsvorstände am 07.11.2017 im Mehrzweckhaus wurden die brennendsten Themen der örtlichen Ehrenamtsorganisationen heraus gearbeitet:  Die Vorstände werden älter, die allgemeine Vitalität einzelner Vereine wird bedenklicher, es sind i.d.R. wenig Engagierte, die sich in vielen Vereinen tummeln. Aber auch Geldsorgen und Raumbedarfe kamen eindrücklich zur Sprache. 21 Vereine waren z.T. mit mehreren Vertreter/innen gekommen. Etwa 40 Personen diskutierten gemeinsam um Tisch und Moderationswände.

Ganz verschieden sind die Ortsvereine inhaltlich aufgestellt, aber das Nachwuchsthema verbindet sie in besonderer Weise. Etwa 60 Vereine beleben das Ortsgeschehen in Weißenbrunn. Die breite Angebots-Streuung bietet für alle Altersgruppen etwas, durch das ganze Jahr und auch in den Ortsteilen. Im Überblick wurde deutlich, dass gleichzeitig durch die vielen Akteure auch viele Aktivitäten stattfinden. „Vielleicht sind es einfach zu viele Veranstaltungen in den Ortsteilen plus der Gesamtgemeinde“, so Claudia Ringhoff, Leiterin des Modellprojekts Aktive Bürgerschaft (Caritas), die den Abend moderierte. „Viele Veranstaltungen werden von den Vereinen durchgeführt, um Geld für die eigene Kasse zu sammeln. Hier entsteht schnell Konkurrenz und Ärger. Engpässe beim Nachwuchs sind heutzutage ein weiterer Auslöser, sich voneinander abzugrenzen. Wenn es um ‚Nachwuchsförderung‘ geht darf auch darüber nachgedacht werden, ob weniger mehr wäre. Der Nachwuchsbedarf für so viele Organisationen und Aktivitäten bei insgesamt rund 2.800 Einwohner/innen ist enorm. Wir dürfen vor Ort Antworten erfinden auf die Frage: Wie geht ein Weniger bei dem die Kraft und Qualität für alle Vereine gemeinsam und für die Gesamtgemeinde wächst?“ Und sie ergänzt: „Aber spannend bleibt natürlich auch die Frage, wie wir tatsächlich neues Engagement anzünden bei Personen, die die Gemeinde- und Vereinsaktivitäten bisher eher zurückgelehnt und lieber von weitem betrachten, als aktiv mitzugestalten.“

Bürgermeister Egon Herrmann hatte diesen Abend als nächsten Schritt im GEK forciert. Der GEK-Prozess sei so gut wie abgeschlossen. Die Gemeinde will möglichst schnell in die Umsetzung. Die Vereine und Ortsgemeinschaften, deren Miteinander und Stärkung, waren bei den Ortsbegehungen immer wieder Diskussionspunkt. „Hier können wir gemeinsam sofort und ohne Anträge und Planungen ansetzen. Und dieser Abend war ein reicher Austausch zwischen den Vorsitzenden, alle mit viel Engagement unterwegs und spürbar für das Wohl der Gemeinde.“

„Es geht nur gemeinsam besser, jedes Gespräch bringt uns näher und wir üben, wie Kooperation gehen könnte“, meinte Jörg Neubauer, 1. Vorsitzender des TSV Weißenbrunn. „Durch den Austausch wissen wir mehr voneinander und können uns auch gegenseitig helfen“, ergänzte Nicole Heumann, Kassiererin der Kirchweihgesellschaft Weißenbrunn, daher heiße sie auch ein weiteres Treffen für sinnvoll. „Unserem Verein geht es gut, wir sind jung und arbeiten daran eigentlich durchgehend. Aber bei den Termin- und Raumabsprachen könnte es einen flexibleren Weg geben“, war das Anliegen von Thomas Bittruf, 1. Vorsitzendem des TSV Reuth. „Als Kirchweihgesellschaft verbinden wir möglichst viele Vereine, die bei der Kirchweih zusammenhelfen“, schildert David Gödel, 2. Vorsitzender der KWG, im Nachgang zum Treffen. „Uns fehlen eigentlich jedes Jahr ca. 40 Helfer/innen für den Auf- und Abbau. Über diesen gemeinsamen Pool können wir unser Problem vielleicht besser lösen.“ Treffen dieser Art eher in den einzelnen Ortsteilen bzw. OT-Zusammenschlüssen durch zu führen, um das Miteinander dort zu stärken wurde seitens der Dorfgemeinschaften benannt. Und auch eine sog. „Ehrenamtsbörse“ für Weißenbrunn, bei der sich alle örtlichen Vereine der Bürgerschaft vorstellen können, wurde angeregt.

Themen für ein Folgetreffen gab es damit genügend. Die Organisation der laufenden Termin- und Raumabsprachen der Vereine sowie das Nachwuchsthema werden als Ansatzpunkte mit dringendstem Handlungsbedarf im Frühjahrstreffen näher unter die Lupe genommen.

Für Rückmeldungen und weitergehende Anregungen zur Kooperation der Vereine aber auch zu individuellem Beratungsbedarf (Vereinecoaching) melden Sie sich bitte bei:

Heike Erhardt, Gemeinde Weißenbrunn, 09261-6021-0, heike.erhardt@weissenbrunn.de

oder

Claudia Ringhoff, Modellprojekt Aktive Bürgerschaft (Caritasverband f.d.Lkr KC), Mangstraße 8, 96317 Kronach, 09261-670933-1, ringhoff@aktive-buergerschaft-kc.de

Ihr
Egon Herrmann
Erster Bürgermeister

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