Strom zu teuer? Erneuerbare werden immer günstiger! - Landkreis Kronach bietet kostenlose Klimaschutz-Beratung

24.05.2017

Zahlreiche Stromversorger haben in diesem Jahr bereits ihre Preise erhöht. Darauf kann man unterschiedlich reagieren. Die einen zucken mit den Schultern, die anderen meckern über die Kosten der Energiewende. Man kann aber auch selbst etwas unternehmen, um seine Energiekosten in den Griff zu bekommen, meint Energieberater Jürgen Ramming von der Energieagentur Oberfranken aus Kulmbach. Ramming berät Privathaushalte im Auftrag des Landkreises Kronach seit Jahren kostenlos. Seine wichtigsten Tipps zum Strom- und Kostensparen lauten konkret:

1. Unnützen Verbrauch vermeiden!
Das ist nach wie vor der Klassiker unter den Energiespartipps. Auch wenn sich in den letzten Jahren vieles verbessert hat, gibt es trotzdem immer noch zahlreiche Haushaltsgeräte, die im scheinbar ausgeschalteten Zustand Strom verbrauchen. Diesen Geräten sollte man mit einer schaltbaren Steckdose den Saft abdrehen, so lange sie nicht gebraucht werden. In einem Haushalt können das bis zu 100 Euro im Jahr sein! Und wer noch alte, herkömmliche Glühbirnen im Einsatz hat, sollte in viel genutzten Räumen wie Küche und Wohnzimmer auf LED-Beleuchtung umstellen.

2. Angebote vergleichen!
Die Mehrzahl der Haushalte in Deutschland hat noch nie ihren Stromanbieter gewechselt. Das ist deshalb erstaunlich, weil der Grundversorgungs-Tarif meistens nicht besonders günstig ist - und auch selten besonders ökologisch. Wer also zum Beispiel Wert auf zertifizierten Ökostrom aus erneuerbaren Quellen legt, wird erstaunt sein, dass es hier mittlerweile viele Angebote gibt, die deutlich günstiger sind als die Grundversorgung. Auch die Nachfrage beim eigenen Versorgen kann sich lohnen: Oft gibt es alternative Öko- oder Spar-Tarife.

3. Strom selbermachen (und speichern)!
Das Märchen von der „teuren erneuerbaren Energie“ können Sie getrost vergessen. Längst ist zum Beispiel der Strom aus einer eigenen Photovoltaikanlage günstiger als der Bezug beim Versorger. Die selbstgemachte Kilowattstunde vom eigenen Dach kostet, wenn man den Preis der Anlage auf die Stromproduktion während 20 Jahren umlegt, höchstens noch 15 Cent. Das ist etwa die Hälfte des aktuellen Strompreises. Wenn man dann noch über einen Akku, der die Überschüsse während des Tages speichert, seinen Sonnenstrom auch nachts verbrauchen kann, dürfte sich die Stromrechnung um 60 bis 80 Prozent reduzieren. Der Strom, den man nicht braucht, wird ins öffentliche Netz eingespeist. Dafür bekommt man derzeit immerhin noch eine Vergütung von rund 12 Cent.
Wer also eine Anlage zur Eigenversorgung plant und einen Durchschnittsverbrauch von 3.500 bis 4.500 kWh im Jahr hat, ist mit einer Anlage in der Größenordnung von 5 bis 7 Kilowatt gut aufgestellt. Dafür benötigt man eine Dachfläche von rund 40 bis 50 Quadratmeter.

Wer grundsätzliche Fragen zum Energiesparen und zur Nutzung Erneuerbarer Energie hat oder konkrete Beratung bei eigenen Vorhaben benötigt, zum Beispiel beim Bau einer PV-Anlage oder der Erneuerung seiner Heizung: Die Energieagentur Oberfranken berät im Auftrag des Landkreises Kronach alle Privathaushalte und gemeinnützige Vereine kostenlos - auf Wunsch auch direkt vor Ort.
Energieberater Jürgen Ramming ist erreichbar unter Telefon 09221 / 823918, oder per Mail unter beratung@eao.bayern

Förderkompass
Die Energieagentur Oberfranken veröffentlicht schon seit Jahren eine Übersicht aller maßgeblichen Förderpro-gramme, mit denen der Staat seine Bürgerinnen und Bürger bei der Heizungserneuerung, der Umsetzung von Energiesparmaßnahmen und der Nutzung Erneuerbarer Energien unterstützt. Die Broschüre kann kostenlos von der Homepage eao.bayern heruntergeladen werden.

Hier erhalten Sie den Flyer "Kostenlose Vor-Ort-Klimaschutzberatung für Privathaushalte"

Kategorien: Rathaus